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St. Gertrudenkirche

Die St. Gertruden-Kirchengemeinde Gleidingen hat in der ältesten Ortschaft der Stadt Laatzen ihre Heimat. In einer Urkunde des Jahres 983 bezeugt "Hrothger de Glethingi" den Grenzverlauf zwischen den Bistümern Hildesheim und Minden und damit den sächsischen Teilherzogtümern Engern und Ostfalen. Bereits am 9. August 1250 wird Henricus de Gledinge als Pfarrer bezeugt, so daß Gleidingen wohl als eine der frühesten Kirchengemeinden im heutigen Großraum Hannover anzusehen ist.

Die Schutzpatronin und Namensgeberin der Kirche, die Hl. Gertrude von Nivelles wird erstmalig in einer Urkunde am 6. Dezember 1325 bekundet. Im Jahre 1331 wird die Kirche dem Hildesheimer Moritzstift, das schon im 12. Jahrhundert in Gleidingen begütert war, inkorporiert. Das Patronatsrecht hatte bis zum Jahre 1803 der jeweilige Oblegarius, der gleichzeitig Kanonikus des Moritzstiftes war.

Erster Pfarrer nach der Reformation war im Jahre 1543 Johann Wichmann Krautauf (Krutuf).Der jetzige Pfarrstelleninhaber, Hans-Jürgen Pabst, trat am 11.08.2002 seinen Dienst an und wurde von Superintendent Stoebe in einem feierlichen Gottesdienst in das Amt des Pastors der St. Gertruden-Gemeinde zu Gleidingen eingeführt.

Die St. Gertrudenkirche ist ein einschiffiger romanischer Bruchsteinbau, an dem noch heute Reste von den ursprünglichen Stilelementen zu erkennen sind. Spuren der romanischen Innenarchitektur reichen bis in eine Tiefe von 120 cm und lassen auf den Bau im 12. Jahrhundert schließen. Der barocke Westturm ist in den Jahren 1720 bis 1725, nach Verfall des alten Kirchturmes errichtet worden. Die heutige Form mit den klassizistischen Elementen erhielt das Kirchenschiff erst in den Jahren 1820/21. Die Chor- und Apsiswände wurden erhöht und die Fenster und Türen erneuert oder ganz neu gebrochen. Gleichzeitig wurde das heutige Dach aufgesetzt.

Ein besonderes Ereignis in der neueren Geschichte der Gemeinde war die Glockenweihe der zweiten Glocke am 2. November 1956. Mehr als 40 Jahre hatte man auf diesen Tag warten müssen, nachdem im Jahre 1916 die zweite Glocke für Kriegszwecke abgeholt und eingeschmolzen worden war.

Zu den erhaltenen Kunstschätzen der Kirche gehören ein frühgotisches Kruzifix aus dem 13. Jahrhundert, das 1954 und 1990 restauriert wurde, ein Taufstein aus dem Jahre 1594 und drei gut erhaltene Grabmale aus den Jahren 1564, 1620 und 1637, die in die Wand eingelassen sind.

Im Zuge einer umfangreichen Innenrenovierung im Jahre 1963 wurde ein aus der Kirche in Rhade bei Zeven ausgebauter Säulenaltar aufgestellt. Bei der nächsten Innenrenovierung 1990 wurde der Kanzelaltar durch eine Altarempore mit den Wänden verbunden. Eine umfangreiche Sanierungsmaßnahme des Kirchenturmes erfolgte im Jahre 1995 und am 6. Dezember des Jahres konnte die Krone, Wetterfahne und Kugel wieder aufgesetzt werden. Eine vollständige Erneuerung des Außenputzes vom Kirchenschiff erfolgte - mit tatkräftiger Unterstützung freiwilliger Helfer aus der Gemeinde - im Jahre 1997.





(Text von http://www.ev-kirche-hildesheim-sarstedt.de/gleidingen/geschichte.html, Bilder vom Kalender 1997 - Frau Keib/Gleidingen)

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